Stellungnahme zur aktuellen Situation

Als erstes möchten wir uns bei allen Unterstützer_innen bedanken, die uns ihre Solidarität aussprechen, die uns auf unserem Weg begleiten und die uns mit ihren Worten und Taten Mut und Motivation zugesprochen haben.

 

In den letzten Tagen, nach den Vorfällen beim Auswärtsspiel in Frankfurt, wurde viel geschrieben und gemutmaßt. Viele Menschen und Presseverteter_innen äußerten sich. Nun möchten wir noch einmal detaillierter Stellung beziehen um unsere Sicht der Vorfälle darzulegen.

 

Wie wir in unserer ersten Stellungnahme bereits geschrieben haben, suchten wir zunächst das Gespräch mit der Gruppe, die für das Aufhängen der Frente-Fahne verantwortlich war. Nach dem unsere Versuche mit Beleidigungen abgewiesen wurden, entschlossen wir uns dazu den organisierten Support einzustellen. Währenddessen entstanden Diskussionen zwischen UD-Mitgliedern und der Hooligangruppe zum gleichen Thema. Nachdem diese Diskussionen zu eskalieren drohten und ein UD-Mitglied geschubst wurde, wollten wir diese Leute solidarisch unterstützen und stellten uns hinter sie. Anscheinend reicht das schon aus um Gewalt gegen Menschen anzuwenden, die es mit ihrem Selbstverständnis als Fortuna-Fan nicht vereinbaren können, dass Fahnen von bekennenden faschistischen Gruppen in unserem Block hängen.

 

Wo wir beim Auslöser der Probleme wären: „Frente Atletico“. Zu dieser Gruppe brauchen wir nicht viel zu sagen. Schaut euch einfach das passende Bildmaterial an.
Video Foto #1 Foto #2

 

Zu den Geschehnissen am Abend hat das Linke Zentrum / Hinterhof eine Stellungnahme veröffentlicht, die hier, unter Aktuell, nachzulesen ist.

 

Wir behaupten nicht, dass alle Düsseldorfer Hooligans bzw. die Gruppe „Bushwhackers Düsseldorf“ im Ganzen als Nazis zu bezeichnen sind, kritisieren aber berechtigterweise die Freundschaft zur der sich faschistisch bekennenden Gruppe „Frente Atletico“. Auch mit den Gerüchten, dass wir nicht zu Gesprächen bereit gestanden hätten, möchten wir an dieser Stelle aufräumen. Ein vom Verein anberaumtes Treffen mit großen Teilen der Fanszene, wurde kurzfristig von den „Bushwhackers“ abgesagt. Dies kann Fortuna Düsseldorf auch so bestätigen, ebenso wie die Vergewaltigungs- und Morddrohungen, die von einer den „Bushwhackers“ nahestehenden Person ausgesprochen wurde.

 

Am Sonntagabend nach dem Auswärtsspiel in Frankfurt, wurden wir von zwei Mitgliedern der Ultras Düsseldorf um ein Gespräch gebeten. Zu einem Gespräch kam es aber nicht wirklich, da uns lediglich mitgeteilt wurde, dass sie sich nun klar gegen die Frente-Fahne positionieren werden und sich im gleichen Atemzug von unseren Gruppen distanzieren. Dies beinhaltet für UD auch, dass wir die Support Area verlassen sollen.

 

Nach intensiven Diskussionen sind zu wir dem Entschluss gekommen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen, uns aber im Einklang mit unserem Selbstverständnis, in dem wir uns klar gegen jegliche Form von Gewalt aussprechen, für den deeskalierenden Weg entschieden haben. Dementsprechend werdet ihr uns und unser Umfeld (F95.Antirazzista) nicht im Block 42 antreffen, sondern in einem anderen. Außerdem möchten wir betonen, dass es nie unser Ziel war eine Spaltung der Düsseldorfer Fanszene herbei zu führen. Wir gehen nicht aus freien Stücken aus dem Block, sondern verlassen ihn weil wir keine andere Möglichkeit mehr haben.

 

Selbstverständlich sind alle Menschen willkommen, die, wie gewohnt, den Spieltag mit uns zusammen verbringen wollen.

 

Wir wissen, dass wir nicht immer alles richtig gemacht haben, werden aber stetig an uns arbeiten und sind für jede konstruktive Kritik offen. Schreibt uns eine E-Mail, sprecht uns bei den Spielen an oder kontaktiert die Menschen, die ihr von uns kennt. Wir verweisen damit auch auf unsere Veranstaltungen zu denen ihr immer herzlich eingeladen seid. Wir wollen uns nicht verschließen und möchten eine möglichst große Transparenz unseres Handelns herstellen.

 

F95.Antirazzista
Dissidenti Ultra
Kopfball Düsseldorf
Hypers 2001

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