Category Archives: Bekanntmachungen

Bekanntmachungen Dissidenti Ultra

Kein Deal mit geistigen Brandstifter*innen – Bild not welcome!

Gestern Nachmittag hat Fortuna Düsseldorf Stellung zu der Kampagne “Wir helfen“ der BILD-Zeitung beim kommenden Spieltag genommen und lässt dabei unter anderem verlauten:

„Damit unterstreichen wir, dass wir uns unserer sozialen Verantwortung mehr als bewusst sind und dies in zahlreichen Projekten und Aktivitäten regelmäßig leben.“

Dass sich der Vorstand von Fortuna Düsseldorf seiner gesellschaftlichen Verantwortung jedoch anscheinend nicht bewusst ist, zeigt er mit diesem Statement, denn schon in den 1990er Jahren war die Bild-Zeitung maßgeblich an der Hetze gegen Geflüchtete beteiligt, hat mit geistiger Brandstiftung massiv dazu beigetragen, dass Rassist*innen Pogrome u.a. in Rostock-Lichtenhagen verüben konnten. Es ist kaum in Worte zu fassen wie Kai Diekmann und die BILD-Zeitung erneut zu dieser Stimmung beigetragen haben. Sie haben jedoch aus den letzten 20 Jahren gelernt, denn nun versucht die BILD-Zeitung ihr Image aufzupolieren mit einer plakativen Aktion. Unkritisch reiht sich der Vorstand, trotz der massiven Kritik der Fanszene und Anhänger*Innen, nun ein in diese manipulative Kampagne.

 

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Bekanntmachungen Block 39

Die nächste Saison

Wir ziehen um!

Einige werden es schon mitbekommen haben:
In Absprache mit Fortuna werden wir zur kommenden Saison in den Block 39 auf der Südtribüne wechseln. Aus mehrerlei Gründen sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir nicht länger an unserem bisherigen Standort bleiben können und wollen.
So gab es schon länger den Gedanken einer Rückkehr auf den Stehplatzbereich der Süd. Die jetzige Entscheidung kommt zwar etwas kurzfristig daher, nachdem eine bereits getroffene Vereinbarung zu einer Rückkehr in die Support Area kurzfristig gescheitert ist.
Wir sind dennoch zufrieden und hoffen, in Zusammenarbeit mit Fortuna eine unkomplizierte Lösung gefunden zu haben, die allen gerecht wird.

 

Was wollen wir im Block 39?

Zusammen mit den angeschlossenen Gruppen der alternativen Fanszene F95.Antirazzista wollen wir einen lauten und bunten Block schaffen, wo wir uns alle wohlfühlen. Wir wollen unsere Fortuna mit akustischen und optischen Mitteln in einem selbstverwalteten Bereich bestmöglich unterstützen und eine progressive Fankultur leben. Dabei ist für uns aber auch die Kommunikation und gegenseitige Rücksichtnahme zu anderen Menschen im Block wichtig. Direkt an unserem Bereich werden daher Fanordner*innen von uns stehen, die als Ansprechpersonen dienen.

Wenn ihr uns auf unserem Weg begleiten möchtet, könnt ihr in den nächsten Wochen zu uns kommen. Alle, die Spaß an Fortuna und aktivem Support haben und sich außerdem mit den Werten einer Kurve ohne Diskiminierung identifizieren, sind wilkommen.

Dauerkartenanträge nehmen wir nur persönlich an. Dazu werden wir bald Termine veröffentlichen.
Wichtig: Falls ihr schon eine Dauerkarte in einem anderen Bereich gebucht habt, ist das kein Problem. Im Falle eines Wechsels zu uns kann die bestellte Dauerkarte kostenlos storniert werden.

 

 

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Bekanntmachungen

15 Jahre Bombenanschlag am Wehrhahn in Düsseldorf – Ein Rück- & Ausblick

26.05.15 – 20:00 Uhr – ZAKK Club
ReferentInnen (Stand 23. April 2015): Prof. Dr. Fabian Virchow (FORENA FH Düsseldorf), Antirassistisches Bildungsforum Rheinland, nsu-watch NRW

Moderiert von Christine Brinkmann (zakk).
Der Eintritt ist frei.

Input – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf
Am 27. Juli 2000 explodierte auf dem S-Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn ein professionell, aber nicht industriell gefertigter Sprengsatz, zehn Menschen, unter ihnen sechs jüdische AuswandererInnen aus Ländern der ehemaligen UDSSR, wurden – teilweise schwer – verletzt. Auch wenn damals – anders als bei den NSU-Anschlägen wie dem in der Kölner Keupstraße – bis in die Bundesregierung hinein ein extrem rechter Hintergrund für möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich angesehen wurde, so sind die Hintergründe des Anschlags und die TäterInnen bis heute unbekannt. Der Ende Oktober 2014 vom Landtag NRW eingerichtete Parlamentarische Untersuchungsausschuss (PUA) zum Themenkomplex NSU wird sich – wann auch immer – des Themas Wehrhahn-Anschlag annehmen und untersuchen, ob möglicherweise ein „Fehlverhalten nordrhein-westfälischer Sicherheits- und Justizbehörden“ vorgelegen hat. Die Veranstaltung am 26. Mai möchte sich vor diesem Hintergrund mit dem Wehrhahn-Anschlag beschäftigen und zugleich deutlich machen, dass die Opfer des Anschlags nicht in Vergessenheit geraten sind und dass die Arbeit des NSU-PUA mit großem Interesse verfolgt wird. Was ist damals genau passiert, wer waren die Opfer, was ist über Ermittlungsergebnisse bekannt? Würde der Anschlag in neonazistische Terrorkonzepte passen? Was folgt aus all dem für die Behandlung des Themas im PUA?

Veranstaltet von INPUT – antifaschistischer Themenabend (AG INPUT und Antifaschistischer Arbeitskreis an der FH-D) und dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland. In Kooperation mit MitveranstalterInnen (Stand 23. April 2015): – SJD – Die Falken Düsseldorf – Kulturzentrum zakk – Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus der FH Düsseldorf (FORENA) – Stay – Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative – Landesintegrationsrat Nordrhein-Westfalen – Jugendring Düsseldorf – Arbeitsgemeinschaft Düsseldorfer Jugendverbände – nsu-watch NRW – Initiative „Keupstraße ist überall“ – Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in – Nordrhein-Westfalen (IDA NRW) – Mobile Beratungen gegen Rechtsextremismus in den Regierungsbezirken Düsseldorf, Köln, Münster, Detmold und Arnsberg – Opferberatung Rheinland – Beratung und Unterstützung für Betroffene rechtsextremer und rassistischer Gewalt – Back Up – Beratung für Opfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt – Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten

Bekanntmachungen Block 141/142 Veranstaltungen

Mit den Handball-Damen in Liga 3!

Am Samstag, 09. Mai 2015 bestreiten die Handball-Damen unserer Fortuna das Rückspiel der Relegation gegen den HSV Frechen. Wir wollen das Team unterstützen um in die entscheidende Aufstiegsrelegation, gegen den Meister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland, einzuziehen. Eine glorreiche Saison in der Oberliga, mit 28 Siegen in Folge, hat dies erst möglich gemacht! Lasst uns die herausragende Leistung der Handball-Damen feiern und sie in die nächste Runde singen!

Also kommt zahlreich in die Halle und bringt eure Freund*Innen mit! // Fortuna Düsseldorf ist nicht nur Herrenfußball!

Treffpunkt um 15 Uhr Fortuna Eck ‚Bei Moni‘!
Anwurf um 18 Uhr in der Sporthalle der Heinrich-Heine-GS, Graf-Recke-Straße 162!

Bekanntmachungen Heimspiel Veranstaltungen

Gib dein letztes Hemd – Refugees Welcome

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Flüchtlinge sind willkommen in Düsseldorf!

Während in den letzten Jahren tausende Menschen an den Grenzen der EU den Tod fanden, werden die Menschen, die es nach Deutschland oder in andere europäische Länder schaffen, systematisch diskriminiert, ausgegrenzt und im schlimmsten Fall wieder abgeschoben. In Töglitz brennt eine Unterkunft, in Solingen wird das Heim mit Hakenkreuzen beschmiert – die Zahl der Straftaten gegen Flüchtlinge steigt tagtäglich. Eine Willkommenskultur für Menschen, die aus ethnischer Verfolgung, Krieg und Verzweiflung zu uns kommen, sieht anders aus.

Doch überall gibt es auch Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen, die sich für Flüchtlinge und ihre Rechte einsetzen. Wir in Düsseldorf wissen, welch unglaubliches Glück wir haben in dieser Stadt am Rhein leben zu dürfen. Aus diesem Grund entstand hier bereits vor einiger Zeit ein breites Bündnis, welches sich zur Aufgabe gemacht hat die Menschen zu unterstützen, die weniger Glück hatten und in unsere Stadt flüchteten. Wir als F95.Antirazzista, als Fortuna Fans, Ultras und vor allem als Düsseldorfer*innen sehen uns in der Pflicht unseren Beitrag dazu zu leisten, dass in Düsseldorf alle Menschen ein menschenwürdiges Leben erhalten und eine lebendige Willkommenskultur entsteht, die von Solidarität, Toleranz und einem multikulturellen Miteinander geprägt ist.

Die Menschen, die nach Deutschland kommen, haben oft eine lange Flucht hinter sich und leben auch hier unter schlechten Lebensbedingungen. Ihnen fehlt es an medizinischer Versorgung, Kleidung, Möglichkeit zur Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Unter dem bereits bekannten Motto „Gib dein letztes Hemd“ möchten wir daher Sachspenden aller Art sammeln. Gesucht wird im Moment vor allem sommerliche Kleidung für Frauen, Männer und Kinder. Auch Schuhe & Fußballschuhe werden dringend benötigt. Weiterhin werden Handtücher, Unterwäsche, Strümpfe, Kindersachen, Spielzeug und auch Rucksäcke gesucht. Alle Spenden sollten in jedem Fall sauber und benutztbar sein!

Eine genaue und ausführliche Bedarfliste sowie weitere Möglichkeiten zur Hilfe findet ihr hier. Dort findet ihr auch Kontaktadressen und Telefonnummern falls ihr es nicht zu den Spielen schafft, aber dennoch helfen wollt.

Bei den kommenden letzten drei Heimspielen findet ihr unseren Stand auf dem Plateau vor der Südtribüne. Wir freuen uns auf viele, schöne Spenden!

Refugees Welcome!

Bekanntmachungen Block 141/142 Heimspiel

Heute: Auf die Straße und danach ins Stadion!

Liebe Fortuna Fans und Gegendemonstrant_innen,

heute Abend steigt das Topspiel der 2. Bundesliga, unsere Fortuna tritt gegen den Aufstiegskandidaten Kaiserslautern im eigenen Stadion an. Gleichzeitig ist, wie fast jeden Montag, ab 18 Uhr mit Chaos am Düsseldorfer Hauptbahnhof zu rechnen: Zeitgleich zur Anreise vieler Fans, wollen ab dort auch die Nazis von Dügida marschieren. Bei der Anreise zum Stadion und zu den Protesten kann daher besondere Aufmerksamkeit nicht schaden. Die Nazis von Dügida waren in der Vergangenheit regelmäßig für Übergriffe und (schwere) Verletzungen gegenüber Menschen, die etwas gegen faschistische Ideologien, rechte Wutbürger_innen und Nazis haben, darüber berichten oder aber einfach als Anwohner_innen nur zufällig anwesend waren, verantwortlich. Leider finden sich unter den Dügida-Nazis auch Fortuna-Fans, so dass Fortuna-Utensilien keine absolute Sicherheit bieten auf „die Guten“ zu treffen. Es ist übrigens auch nicht abwegig, dass sich rechte Lautern-Fans dem Dügida-Zug anschließen.

In den vergangenen Monaten haben sich außerdem zahlreiche Fortunen den Gegenprotesten angeschlossen, die auch vor dem heutigen Spiel daran mitwirken wollen, dass in unserer Stadt kein Platz für den menschenverachtenden Hass dieses Haufens ist. Es wird daher von uns auch nicht, wie üblich, einen Treffpunkt vor dem Spiel geben, denn dieser ist für heute klar: Die Gegenkundgebungen von Düsseldorf stellt sich quer. Zum Stadion geht es dann von dort aus.

Wir empfehlen euch mit eurer Reisegruppe unterwegs zu sein, damit ihr euch in allen Situationen gegen gewalttätige Nazis und rechte Wutbürger_innen verteidigen könnt, um im besten Fall erst dem Naziaufmarsch ein Ende bereitet zu haben und anschließend drei Punkte gegen Lautern feiern zu können.

Heute gilt also: Erst Dügida blockieren und danach ins Stadion!

Bekanntmachungen

[UPDATE] Immer wieder Montags: Dügida blockieren!

Kritische Fußballfans und Montage, das wird wohl nie etwas. Nicht nur die unsäglichen Spielterminierungen nerven gehörig, seit geraumer Zeit marschiert der inoffizielle Düsseldorfer Rechtsaußen-Ableger der PEGIDA jeden Montag vom Hauptbahnhof weiter in Richtung Innenstadt. Zuletzt wurde Dügida vom Düsseldorfer Verwaltungsgericht genehmigt an zwei Moscheen vorbei zu laufen. Diese Gelegenheit ließ sich die rechtsextreme, noch Versammlungsleiterin, Melanie Dittmer und ihr Freundeskreis, bestehend aus rechten Hooligans und Mitgliedern von Die Rechte bis PRO NRW, nicht entgehen. Ungehindert von Polizei und Verwaltungsgericht konnten Sie dort die muslimische Gemeinde einschüchtern, bedrohen und mit NS-Jargon beschimpfen.

Wir sind aktiv im Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ und organisieren seit dem Beginn des ersten Aufmarsches Gegenaktivitäten. Auch heute werden wir wieder gegen Neonazismus und Rassismus auf die Straße gehen, so lange bis wir diesen Spuk beendet haben!

Wir sagen: Dügida? Läuft nicht, ihr könnt im Rhein schwimmen!

Hier eine Übersicht der heutigen Gegenaktivitäten von Düsseldorf stellt sich quer:

*18.00 Uhr Protestkundgebung direkt vor dem Hauptbahnhof
*18.00 Uhr Infopoint vor dem DGB-Haus auf der Friedrich-Ebert-Straße
*18.30 Uhr Flashmob – „Weg mit dem braunen Dreck!“ am Mintropplatz
*18.30 Uhr Protestkundgebung Stresemannplatz Ecke Graf-Adolf-Straße
*19.00 Uhr Protestkundgebung Mintropstraße

Weitere und aktuelle Informationen bekommt ihr beim Infoportal-Düsseldorf. Infos zu Kundgebungen und Aktionen gibt’s auf der Website oder dem FB-Account von DSSQ, aktuelle Infos bei Twitter (#nodügida und #dssq). Infonummer: 0157/82833793 (ab 17.30 Uhr) und Nummer des Ermittlungsausschusses (EA ab 17.30 Uhr): 01575/0383869

Bekanntmachungen

ACHTUNG: Die mittlerweile gespaltene Dügida will sich nun am Hauptbahnhof treffen und dort demonstrieren!
Wir nehmen uns Köln und Bonn als Vorbild, wo mehrere tausend Menschen die rassistischen Aufmärsche verhindert haben, in dem sie sich diesen in den Weg gestellt haben!

Düsseldorf stellt sich quer – Kein Fußbreit dem Rassismus!

Für den 12. Januar 2015 ist die zweite Kundgebung der „DÜGIDA – Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes“ am Platz des Landtages am HBF mit anschließendem „Spaziergang“ angekündigt worden. Bei DÜGIDA handelt es sich um den Düsseldorfer Ableger der rassistischen PEGIDA-Bewegung, die derzeit vor allem in Dresden mit ihren Demonstrationen von sich reden macht.

Wir, ein breites Bündnis aus Flüchtingsinitiativen, antifaschistischen Gruppen und linken Organisationen, werden nicht dulden, dass Rassist_innen hier in Düsseldorf flüchtlings- und muslimfeindliche Hetze verbreiten. Wir rufen dazu auf, sich DÜGIDA entgegen zu stellen und ihr Treiben mit Mitteln des zivilen Ungehorsams zu verhindern!

Wer oder was sind „PEGIDA“ und „DÜGIDA“?

Bereits seit Oktober 2014 versammeln sich Menschen in Dresden unter dem Banner „PEGIDA – Patriotische Bürger gegen die Islamisierung des Abendlandes“, um gegen eine vermeintliche Bedrohung durch „Überfremdung“, „Islamisierung“ und Zuwanderung zu demonstrieren. Das Bündnis PEGIDA veranstaltet wöchentliche „Spaziergänge“, denen sich mittlerweile 17000 Bürger angeschlossen haben und bei denen nationalistische Töne und rassistische Parolen zur Tagesordnung gehören. Mit ihren Protestmärschen reagieren PEGIDA vermeintlich auf die im Bundestag geführte Debatte über die Ausweitung der Aufnahme von syrischen und irakischen Geflüchteten und die rechtliche Stellung von Asylsuchenden in Deutschland. Mit diesem Ansatz versuchen PEGIDA Anhänger_innen des rechtskonservativen Spektrums zu mobilisieren, die sich vor einer vermeintlichen „Überfremdung“ fürchten. In vielen Äußerungen der Bewegung kommt darüber hinaus eine durchweg rassistische Grundhaltung zum Ausdruck, die sich gegen Flüchtlinge und Muslime richtet. Das Auftreten von PEGIDA erinnert an die rassistischen Proteste gegen Geflüchtete, die sich in den 1990er Jahren ereigneten. Die pogromartige Stimmung, die damals von verschiedenen Medien und auch den politischen Parteien der bürgerlichen Mitte weiter angefacht wurde, endete in den brutalen Angriffen auf Migrant_innen in Rostock, Solingen und Mölln. Auch damals applaudierten vermeintlich „ganz normale Bürger_innen“ Akteur_innen der extremen Rechten und solidarisierten sich mit der Parole „Das Boot ist voll!“

Bei Dügida schwimmen auch extreme Rechte mit

Heute, knapp 23 Jahre später, sieht es so aus, als würde sich die Geschichte wiederholen, wenn wir dem nichts entgegensetzen. Die rassistischen, insbesondere anti-muslimischen und nationalistischen Leitsätze, auf die PEGIDA fußt, sind nicht nur attraktiv für den rechten Rand bis in die bürgerliche Mitte, sondern bieten auch, wie die jüngsten Entwicklungen zeigen, Anschlussfähigkeit für Neonazis, rechte Hooligans und weitere Akteur_innen aus dem (extrem-)rechten Spektrum. Das Phänomen PEGIDA bleibt nicht auf Dresden beschränkt. Auch in anderen Städten wurden die „Spaziergänge“ imitiert – allerdings mit weit geringerem Erfolg. Zur ersten „DÜGIDA“-Veranstaltung am 8. Dezember 2014 kamen weit weniger Teilnehmer_innen als erwartet: Statt der angekündigten 1000 standen lediglich 400 Kundgebungsbesucher_innen 1000 Gegendemonstrant_innen gegenüber.

Die Liste der Teilnehmer_innen, die sich bereits für die letzte Veranstaltung am 8. Dezember angekündigt hatten, zeigt deutlich, mit wem wir es hier zu tun haben: Neben der Pro NRW/Köln, der Alternative für Deutschland und der Partei „Die Republikaner“ warben auch „Die Identitäre Bewegung“, die Burschenschaft „Rhenania“ und eine Gruppierung namens „Die Reichsbürger“ gemeinsam mit organisierten Neonazis aus der Dortmunder Partei „Die Rechte“, der Gruppierung „HOGESA“ („Hooligans gegen Salafisten“) und der NPD für die Veranstaltung. Sie werden dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für den kommenden Montag tun, um hier in Düsseldorf gemeinsam ihre rassistische Hetze zu verbreiten.

Dies gilt es zu verhindern! Die Geschichte darf sich nicht wiederholen! Lasst uns ihnen auch diesmal lautstark entgegentreten und ihnen zeigen, dass für rassistische Hetze kein Platz ist, weder hier noch sonstwo! Bei uns sind Geflüchtete und Migrant_innen willkommen!

Wir rufen all jene, die ein Zeichen gegen Rassismus setzen wollen, dazu auf, am 12. Januar um 17.30 Uhr zu den verschiedenen Kundgebungen gegen DÜGIDA rund um den Hauptbahnhof zu kommen! Achtet auf weitere Ankündigungen!

In Köln ist es am vergangenen Montag mit vielfältigen Protestaktionen gelungen so viele Menschen auf die Straße zu bringen, dass der KÖGIDA-Demonstration der Weg versperrt war und einige der Teilnehmer_innen erst gar nicht zum Auftaktkundgebungsplatz kamen. Aufgrund der vielen Gegendemonstrant_innen, die sich die Straßen Kölns angeeignet hatten, musste die Kölner Polizei die KÖGIDA-Veranstaltung schließlich absagen. Lasst uns diesen Beispielen folgen! Verhindern wir gemeinsam die rassistische Hetze von DÜGIDA, die jetzt jede Woche kommen wollen, am 12. Januar und in Zukunft!

No border, no nation – refugees welcome!

Bekanntmachungen

Bekanntmachungen

GEGEN RECHTSPOPULISMUS, NEONAZISMUS UND RASSISTISCHE HETZE!

Am 8. Dezember ist eine Kundgebung der „DÜGIDA – Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes“ am Platz des Landtages mit anschließendem „Spaziergang“ angekündigt worden. Bereits 1000 Personen haben in sozialen Netzwerken ihre Teilnahme bekannt gegeben und auch die Polizei rechnet laut Aussagen der Veranstalter_innen mit dieser Teilnehmerzahl. Hauptakteur_innen bei der Organisation dieser Veranstaltung sind Alexander und Angela Heumann aus Düsseldorf. Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Alexander Heumann war im Mai 2014 Kommunalwahlkandidat der Alternative für Deutschland, gehört dem Vorstand der rassistischen Bürgerbewegung Pax Europa an und betätigte sich zuletzt als Redner auf der Kundgebung der “Hooligans gegen Salafisten” (HOGESA) in Hannover. Auch Angela Heumann trat als AfD-Kommunalwahlkandidatin in Erscheinung. Beide gehören dem Rechtsaußenflügel der AfD an. Auch ist zu erwarten, dass sich aus dem Spektrum der HoGeSa-Demonstrationen in Köln und Hannover (extreme) Rechte, die durch ihre Gewaltbereitschaft und Aggressivität gegenüber Migrant_innen und Gegendemonstrant_innen auffielen, anschließen werden. Bereits hier vereinten sich rechte Hooligans und Neonazis unter dem gemeinsamen Nenner Nationalismus.

Bereits seit 7 Wochen versammeln sich Menschen in Dresden unter dem Banner „PEGIDA – Patriotische Bürger gegen die Islamisierung des Abendlandes“, um gegen die vermeintliche Bedrohung durch „Überfremdung“, „Islamisierung“ und Zuwanderung zu demonstrieren. Das Bündnis PEGIDA veranstaltet wöchentliche „Spaziergänge“, denen sich mittlerweile 7500 Bürger angeschlossen haben und bei denen Deutschlandflaggen und rassistische Parolen zur Tagesordnung gehören. Auslöser für ihre Protestmärsche ist die im Bundestag aktuell geführte Debatte über die Ausweitung der Aufnahme von syrischen und irakischen Geflüchteten und die Rechtsstellung von Asylsuchenden in Deutschland. Damit stehen sie in Tradition zu den Protesten gegen Geflüchtete, die sich bereits in den 90igern ereigneten. Die pogromartige Stimmung, die damals von den Medien und verschiedenen politischen Parteien weiter angefacht wurde, endete in den brutalen Angriffen auf Migrant_innen in Rostock, Solingen und Mölln. Auch damals wurden die Ausschreitungen nicht nur von Mitgliedern der extremen Rechten, sondern vor allen Dingen von der bürgerlichen Mitte mitgetragen.

Heute, im Jahr 2014, sieht es so aus, als würde sich das Ganze wiederholen, wenn wir dem nichts entgegensetzen. Die rassistischen, insbesondere anti-muslimischen und nationalistischen Leitsätze, auf die PEGIDA fußt, sind nicht nur attraktiv für den rechten Rand bis in die bürgerliche Mitte, sondern bieten auch Anschlussfähigkeit für Neonazis, rechte Hooligans und weitere Personen aus dem (extrem-)rechten Spektrum. Das Phänomen PEGIDA bleibt nicht auf Dresden beschränkt. Auch in weiteren Städten wurden die „Spaziergänge“ imitiert und dies soll nun auch in
Düsseldorf geschehen.

Während nach außen weiterhin versucht wird, den Anschein einer friedlichen Bürgerbewegung, die sich vom (extrem-)rechten Spektrum distanziert, aufrecht zu erhalten, spricht die Liste der Teilnehmer_innen und Akteur_innen der Veranstaltung am 8.12. Bände. Bereits jetzt haben sich unter anderem NPD, Pro NRW/Köln, „Die Rechte“, „HOGESA“, „Die Republikaner“, „Die Identitäre Bewegung“, die Burschenschaft „Rhenania“ und „Die Reichsbürger“, um nur einige zu nennen, angekündigt und mobilisieren im großen Stil, um am kommenden Montag gemeinsam rassistische Hetze zu betreiben. Darunter befinden sich auch viele bekannte Neonazis. Es ist nicht mehr zu vertuschen. Bei dieser Demonstration handelt es sich um ein Zusammenrotten von Rechtspopulist_innen und Neonazis, die sich zu einem Mob zusammenschließen, um ihre rechten Ideen und ihr menschenverachtendes Menschenbild zu proklamieren. Im Nationalismus und Rassismus sind sie vereint und stellen eine Bedrohung für eine friedliche, gleichberechtigte und offene Gesellschaft dar.

Dies gilt es zu verhindern! Die Geschichte darf sich nicht wiederholen! Lasst uns ihnen am Montag lautstark entgegentreten und ihnen zeigen, dass für rassistische Hetze kein Platz ist, weder hier noch sonstwo! Bei uns sind Geflüchtete und Migrant_innen willkommen!

Wir rufen alle Menschen, die etwas gegen rassistische Hetze haben, dazu auf, sich am 8. Dezember um 17.30 Uhr zum Protest gegen die DÜGIDA-Aktion am Johannes-Rau-Platz an der Rheinkniebrücke zu versammeln! So etwas wie in Dresden wird es in Düsseldorf nicht geben, wenn die da sind, sind wir es auch!

No border, no nation – refugees welcome!